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Säcklestrecken beim Felix Hogg, 17.04.2011
Eine weite Anreise mussten die Säcklestrecker am 17. April auf sich nehmen. Tanja Hogg (geb. Friedrich) zog aus dem Unterschiltacher Tal nach Stetten bei Engen. Doch auch dort war die Taufgesellschaft nicht vor den harmonischen Säcklestreckern sicher. Hier der Säcklebrief.
Säcklestrecken beim "Obi", 03.04.2011
Anfang April war's beim Obi so weit. Leni Obergfell wurde getauft. Das Tauffest wurde bei Carsten Obergfell im Affentäle gefeiert. Hier die Bilder und der Säcklebrief.
Säcklebrief von Leni Obergrfell
Der Säcklestreckerabend des Musikverein Harmonie
D'Säcklestrecke bei de Deifi vom Bärbele
Wie bei einem Witz kam das Lustigste auch beim Mühlenabend des Musikvereins Harmonie zum Schluss: Die Säcklestrecker mussten Heidelbeer-Kompott aus der Schüssel schlürfen, die Hände wurden ihnen auf den Rücken gebunden. Die Besucher des Mühlenabends lachten herzhaft, als die Darsteller ihren Kopf hoben und die verschmierten Gesichter zeigten. Doch es war noch nicht genug geschlürft, erneut wurde ihnen der Kopf in die Schüssel gedrückt.
Diese etwas ungewöhnliche Art des Essens ist Teil des alten Brauchs des Säcklestreckens. Der Musikverein Harmonie pflegt diesen Brauch übrigens heute noch bei Kindstaufen von Vereinsmitgliedern. Fotos dazu findet man auf www.saecklestrecker.de.
Die Vorsitzende Daniela Merz stimmte in das Thema des Mühlenabends ein, drehte die Zeit um 100 Jahre zurück. Damals sorgten Feiern zu Kindstaufen und auch Schlachtungen für Abwechslung auf dem Speisenplan. Von dieser Tafelei wollten die Nachbarn etwas abhaben. Das versuchten sie mit dem Säcklestrecken. Mitglieder des Musikvereins Harmonie spielten diesen Brauch zu den Erklärungen von Daniela Merz.
Im Mittelpunkt steht das Säckle: Dieses füllten die Nachbarn bei Kindstaufen mit Babyartikeln und stellten es an die Haustür der Festgemeinschaft. Ein Muss beim Inhalt ist der Säcklebrief: "Sehr geehrte Tauf- und Saufgesellschaft." Dieser Begrüßungssatz zeigt schon die inhaltliche Richtung der Schreibe. Alle Festpersonen werden durch den Kakao gezogen, Eltern wie Paten. Die Festschar holte das Säckle ins Haus und stellte den Säcklestreckern eine Flasche Wein raus. Der Alkohol sollte die hungrigen Besucher leichtsinniger machen, erläutert Daniela Merz das Geschehen.
Der Spaß ist damit aber nicht zu Ende, schließlich haben die Nachbarn noch nichts von den Köstlichkeiten abbekommen. Diese werden in den Sack gepackt und der kommt wieder an die Türe. Die Festschar ist allerdings wachsam, versucht die Säcklestrecker beim Abholen des Sackes zu fangen. Es wird mit List und Tücke geschafft, zum Beispiel der Sack angebunden oder mit Gewichten gefüllt. Wer erwischt wird, muss mit auf den Rücken gebundenen Händen das besondere Festmahl genießen. Dabei wurden den Musikern auch schon mit Senf gefüllte Schokoladen-Eier vorgesetzt. (Südkurier, mm)
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